Entscheidungen OLG Karlsruhe 03/1988
BGB § 242; ZPO § 323
Haben die Parteien in einem gerichtlichen Vergleich den Unterhalt für ein minderjähriges Kind unter Anwendung der Sätze der Düsseldorfer Tabelle festgelegt, so kann das Kind ab Volljährigkeit eine Erhöhung des Unterhalts entsprechend den Sätzen der Düsseldorfer Tabelle grundsätzlich auch dann verlangen, wenn der Vergleich etwa acht Monate vor dem Eintritt der Volljährigkeit geschlossen worden ist.
OLG Karlsruhe, Beschluß vom 15. März 1988 - 16 WF 39/88
FamRZ 1989, 92
Ehewohnung und Hausrat; isoliertes Verfahren auf Zuweisung der ehelichen Wohnung.
HausrVO § 18a
Wird in dem Laufe eines isolierten Verfahrens auf Zuweisung der ehelichen Wohnung die Ehe der Parteien geschieden, so kann das Verfahren über die Scheidung hinaus gleichwohl fortgeführt werden, wenn die Partei, die die Zuweisung der bisherigen Ehewohnung - weiter - begehrt, dies beantragt.
OLG Karlsruhe, Beschluß vom 15. März 1988 - 16 UF 212/87
FamRZ 1988, 1305
Unterhalt unter Verwandten; Anspruch des minderjährigen Kindes auf Unterhalt; Geltendmachung von Sonderbedarf bei Schüleraustausch; Reisekosten; Taschengeld.
BGB § 1613
Ein Schüler, der an einem von der Schulbehörde organisierten Schüleraustausch mit Kanada teilnimmt, kann die Reisekosten gegenüber dem Unterhaltsverpflichteten als Sonderbedarf geltend machen. Das gilt nicht für das erhöhte Taschengeld im Ausland und für die Mehrkosten, die durch einen im Gegenzug aufgenommenen Austauschschüler entstanden sind.
OLG Karlsruhe, Beschluß vom 22. März 1988 - 18 UF 161/87
FamRZ 1988, 1091
Aktuelles
Entscheidungen Kammergericht 1994
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